COCOONDANCE AKTUELL

Neues Stück

NO BODY BUT ME macht die mediale Wahrnehmung des Körpers bewusst. Die sich verändernde Wahrnehmung von Körpern führt zu einem neu-konstruierten Blick des Betrachters, der am Ende des Abends die Bearbeitung seines eigenen Blickes verspürt.

 

Körper und Film – das ist eine genauso unauflösliche wie faszinierende Beziehung. Film ohne Körper ist nur schwer vorstellbar, denn sie stehen im Blickpunkt; die Kamera richtet sich nach ihnen, verfolgt sie, fängt sie ein, stellt sie still, löst sie auf oder wirbelt sie herum, tastet sie ab und schwelgt in ihren Bewegungen, Gesten und Gesichtern.

 

Im umgekehrten Sinn ist aber auch der Körper ohne filmische und andere Bilder im buchstäblichen Sinne nicht denkbar. Körperwahrnehmung und Bildwahrnehmung sind eng miteinander verbunden: Bilder lassen sich nur durch und über den Körper wahrnehmen; wohingegen wir Bilder brauchen, um unseren Körper wahrzunehmen. Bilder adressieren dabei den rezipierenden Körper direkt. Bilder schreiben sich direkt in die körperliche Wahrnehmung ein, an ihrem Modell üben wir die Eigenwahrnehmung ebenso wie die Entäußerung unserer Körper. So bezieht sich „Körper“ in NO BODY BUT ME sowohl auf den Körper des Bildes, als auch auf den Körper des Betrachters.

 

„Das Bonner Ensemble CocoonDance ist eine der intellektuellen Antworten in Nordrhein-Westfalen auf die zeitgenössischen Herausforderungen an die Tanzkunst. Unermüdlich arbeitet es an neuen Erzähltechniken, künstlerischen Herangehensweisen.“(Westdeutsche Zeitung) In den letzten Projekten von CocoonDance spielte die Wahrnehmungserfahrung des Zuschauers eine grundlegende Rolle. Als Teil eines multizentrisch-performativen Raumgefüges ist er mit dem Geschehen verwoben, aktiver Teilnehmer innerhalb einer offenen multisensorischen Erfahrung. Auf der Bühne eröffnen sich so Wahrnehmungsräume, die an die Reflexion der Zuschauer gebunden sind, welche so beim Betrachten mitchoreographieren.

 

Eine Produktion von CocoonDance in Koproduktion mit: Hessisches Staatsballett / Staatstheater Darmstadt & Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Théâtre du Crochetan Monthey, theaterimballsaal Bonn.

Gefördert durch: Kunststiftung NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn und Théâtre-ProVS, Le Conseil de la Culture Etat du Valais, La Loterie Romande und das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags..

 

Premiere: 19.10.2016, Théâtre du Crochetan Monthey (CH)

Deutschland-Premiere: 27.10.2016, Theater im Ballsaal Bonn (D)

CocoonDance zusammen mit dem Theater Osnabrück

in der DOPPELPASS-Förderung der Kulturstiftung des Bundes

 

Die CocoonDance Company erhält die Doppelpassförderung des Bundes und wird zwei Jahre lang mit dem Theater Osnabrück kooperieren. Die Dance Company Theater Osnabrück und CocoonDance Bonn begeben sich gemeinsam mit in Osnabrück lebenden Flüchtlingen auf die Suche nach der Geschichte ihres Körpers. Es geht um die Frage nach den eigenen Wurzeln – sowohl biografisch als auch physisch und kulturell –, um Entwurzelung und die Möglichkeit, erneut Wurzeln zu schlagen.

In ihrem ersten Aufführungsprojekt (Premiere: 21 November 2015), dem Doppelabend BIOGRAFIA DEL CORPO (Biografie des Körpers) begaben sich Giovanola und de Candia in einem jeweils eigenen Stück, aber in gemeinsamer Recherche, auf die Suche nach ihren Wurzeln als Tänzer-Choreografen. Für die Tanzkarriere von Rafaële Giovanola und Mauro de Candia war die Ausbildung bei der großen russischen Ballettpädagogin Marika Besobrasova von entscheidender Bedeutung.

Beide haben bei ihr – zu unterschiedlichen Zeiten – an der Ballettakademie in Monte Carlo studiert und dabei nicht nur eine Schulung des Körpers, sondern auch eine Schule des Wahrnehmens und Sehens durchlaufen.

 

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes


 

3-jährige Residenz im Schweizer Kanton Wallis

 

Im Rahmen der 3-jährigen Residenz wird die CocoonDance Company Bonn, neben eigenen Aufführungen, im gesamten Kanton mit verschiedensten Gruppierungen aus dem Professionellen- bis Laienbereich wie Breakdancern, Parkour-Läufern („Traceuren“), Schülern, Studenten des kantonalen Konservatoriums u.a. zusammenarbeiten.

Die Förderer des Residenzprogrammes Théâtre-ProValais, Le Conseil de la Culture Etat du Valais und La Loterie Romande möchten mit der Vergabe der Residenz an CocoonDance eine starke Basis für die Weiterentwicklung des zeitgenössischen Tanzes im Schweizer Kanton Wallis schaffen.

 

 

Bonner Junior Company mit LOOK AT ME! eingeladen zu den Berliner Festspielen 2016 

 

Die Bonner Junior Company ist als eines von 5 Ensembles unter 58 Bewerbungen von der Jury der Berliner Festspiele ausgewählt worden, mit ihrem Stück „LOOK AT ME!“ am 3. Tanztreffen der Jugend 2016 in Berlin teilzunehmen!

 

Das Tanztreffen berücksichtigt „beispielhafte und bemerkenswerte“ Produktionen von Jugendlichen, die zeitgenössischen Tanz im weitesten Sinne als Ausdrucksform in ihren Produktionen erprobt haben.

Der außergewöhnliche Preis besteht vor allem in der Einladung zu einem einwöchigen Aufenthalt in Berlin, denn

das Tanztreffen der Jugend versteht sich als Forum für den intensiven Austausch der eingeladenen Ensembles untereinander. Ein wesentlicher Bestandteil des Tanztreffens sind die öffentlichen Aufführungen der ausgewählten Produktionen im Haus der Berliner Festspiele. Die gesehenen Aufführungen werden jeweils unter den Jugendlichen und den Fachbesucher*innen besprochen. Genauso wichtig ist den Organisatoren des Festivals das Campus-Programm für die Teilnehmer*innen mit vielen interessanten Workshops, Gesprächen und einem vielfältigen Rahmenprogramm. 

 

24. September 2016, 20:00, Haus der Berliner Festspielen

 

 

 

Neues Projekt der Junior Company Bonn - They Might Be Giants

 

Eine Straße, ein Platz, eine Kreuzung irgendwo. Hauptakteur von SPACE IS ONLY NOISE ist, wie in den vorangegangen Stücken der Bonner Junior Company der Raum. Doch geht es nach der Erforschung von artifiziellen Räumen der ersten drei Produktionen diesmal darum, sich mit dem eigenen lebensweltlichen, städtischen Raum und seinen ständigen Veränderungen zu beschäftigen.

Die Mitglieder des jungen Bonner Ensembles sind bereits bei der Recherche des Projekts aktiv einbezogen worden. Unter Anleitung von Jörg Ritzenhoff haben sie in ihrer Stadt Geräusche, „field-recordings“ gesammelt, die der Kölner Komponist als Basis seiner Komposition einsetzt. So entsteht ein von der städtischen Geräusch-Kulisse musikalisch geprägtes Stück, das dem Ablauf des urbanen Alltags folgt. Es gibt keine klare Spielhandlung,

doch erschließt sich aus zahlreichen Bildfolgen ein „Fluss des Lebens“.

SPACE IS ONLY NOISE erzählt kleine Geschichten, die sich weder vollständig verstehen, noch zu einem Ganzen ordnen lassen. Die „innere“ ästhetische Struktur des Geschehens ist keinen inhaltlichen Kriterien unterworfen, sondern folgt einer Bewegungs-dynamik, die allein rhythmisch und musikalisch organisiert und sich noch am ehesten an Prinzipien von Videoclips orientiert.

 

Gefördert durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn, RheinEnergieStiftung Kultur.

 

ab 23. Juni 2016

EXPRESS YOURSELF! – ein TANZFONDS PARTNER Projekt

der CocoonDance Company mit der Gesamtschule BONNS FÜNFTE in Kooperation mit dem Theater im Ballsaal und dem Theater Bonn ist abgeschlossen.

Nach der Präsentation von fünf Staffeln mit insgesamt 11 Vorstellungen schloss das Kooperationsprojekt „Express Yourself“ von CocoonDance und BONNS FÜNFTE am 27. September 2014 mit einem großen Finale.

Für eine Woche verwandelten der Tanz und 440 Schüler BONNS FÜNFTE Gesamtschule zu einem einzigen Probenraum, und für die Öffentlichkeit für einen Tag in ein Theater. Klassenzimmer, Multimediaräume, der Musikkeller, der Schulhof, die Aula, der Innenhof, der ‚rote Platz‘ verwandelten sich in Performance-Räume, und vermittelten annähernd einen Eindruck von dem, was in 2 ½ Projektjahren sich ereignet hat.

Das Publikum war eingeladen diese Räume und Erfahrungen in Parcours durch das Schulgelände zu durchwandern. Am Ende des Tages brachte ein Shuttle die Zuschauer zu einer Aufführung der Bonner Junior Company in das Theater im Ballsaal.

Von 2012 bis 2014 erhielt CocoonDance und BONNS FÜNFTE die TANZFONDS PARTNER-Förderung. Dabei handelte es sich um eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Projektträger war die im Juli 2011 gegründete Diehl & Ritter gUG. TANZFONDS PARTNER speziell zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Allgemeinschulen und professionellen Tanzinstitutionen ins Leben gerufen wurde.  Mehr ...