// ÜBER COCOONDANCE

COCOONDANCE, im Jahr 2000 anlässlich einer Einladung zum Festival Off in Avignon von Rafaële Giovanola und Rainald Endraß gegründet, ist aus dem ehemaligen Ensemble des Choreographischen Theaters der Bundesstadt Bonn hervorgegangen. COCOONDANCE verstand sich zu Beginn als Projekt, das Künstlern mit dem Erfahrungshintergrund verschiedener Stadttheaterkompanien (Ballett Frankfurt/William Forsythe, Tanztheater Wuppertal/Pina Bausch, Choreographisches Theater/Pavel Mikuláštik), die Möglichkeit gab, ihre Kreativität und Persönlichkeit in Projekten der freien Szene zu erproben. Aus dem Spagat zwischen Stadttheater und freier Szene entwickelte sich COCOONDANCE in der freien Tanzszene Nordrhein-Westfalens zu einer festen Größe und hat seine ganz eigene poetische und tanztheatrale Ästhetik gefunden.

Gesellschaftliche Themenkomplexe werden sorgfältig als Denkspiele des Narrativen inszeniert und in abstrakte Bilderzählungen gefasst, in denen Bühnenbild, sensible Musik und eng kontaktende Körper sich zu dichten choreografischen Bildern verbinden. Die seither im Spannungsfeld von Theater und Abstraktion entstandenen Produktionen erregten durchweg überregionales Aufsehen, wurden zu nationalen und internationalen Gastspielen eingeladen und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Improvisations- und Ensemblearbeit ist ein Schwerpunkt unserer künstlerischen Entwicklung. Wenngleich unter "low budget"-Bedingungen gearbeitet wird, besteht in den Projekten alle künstlerische und inhaltliche Freiheit, wird dem ungewöhnlichen Umgang mit Formen und Inhalten breiter Raum gegeben. Kein kommerzieller (Erfolgs)-Zwang beschneidet die Experimentiermöglichkeiten. Stattdessen begründen demokratische Strukturen und Teamarbeit die inhaltliche und künstlerische Qualität.

Gastspiele fanden von COCOONDANCE fanden statt u.a. in Chengdu (China), Berlin, beim Festival "Schrittmacher" in Aachen bei der "Tanzstrasse 2002", in Köln, Düsseldorf, Krefeld und Bonn, zu den Tanztheaterfestival in Schwerte 2003 und 2005, zum Festival "Theaterzwang 2004", dem zweijährigen Best Off-Treffen der Freien Szene in NRW, sowie 2002 mit dem Reflex-Förderpreis der Patrizia-Van-Roessel Stiftung in Groningen (NL) ausgezeichnet.

Seit der Spielzeit 2004/05 leitet COCOONDANCE die Sparte Tanz in diesem von der Bundesstadt Bonn institutionell geförderten Theater im Ballsaal und ist gemeinsam mit der experimentellen Theatergruppe fringe-Ensemble verantwortlich für die Organisation, Programmgestaltung und Finanzierung. COCOONDANCE sucht regelmäßig den Dialog und künstlerischen Austausch mit anderen Tanztheatergruppen im In- und Ausland.

Zur Sicherung professioneller Arbeitsbedingungen arbeitet COCOONDANCE am Aufbau eines "Netzwerks" aus Koproduzenten und Partnern, wie auch von Förderern und Veranstaltern (z.B. in der Schweiz), sowie die Zusammenarbeit mit der renommierten > Tanzagentur The.Lab in Berlin.

//PRESSESTIMMEN ZU COCOONDANCE:

"So geht nun alles nach Bonn, zumindest, wer im Rheinland etwas Getanztes sehen will." (ballet-tanz, 2/2004)

... ein Glanzlicht der freien Bonner Tanzszene ...". (General-Anzeiger, Bonn)

"COCOONDANCE produziert anspruchsvolle Tanzstücke, ... beachtliche Erfolge." (Westdeutsche Zeitung)

"Ungeschlagen bleiben die Arbeiten der mittlerweile fest im Ballsaal residierenden Gruppe um Rafaële Giovanola und Rainald Endraß, ein absolutes Muss für jeden hier ansässigen Tanzfan und sollte auf gar keinen Fall verpasst werden."(SCHNÜSS, Bonner Stadtmagazin)

"Die freie Bonner Formation hat sich in den vergangenen Jahren mit Denkspielen des Narrativen - mit großer Intensität in Szene gesetzt - einen Namen gemacht. Mit eigenen Stücken, in denen Bühnenbild, sensible Musik und eng kontaktende Körper sich zu dichten choreografischen Bildern verbinden" "COCOONDANCE spreizen ihre Gliedmaßen zwischen den Sparten zeitgenössischer Tanz und Popkultur." (STADTREVUE, Kölnmagazin)

//KONZEPT UND DRAMATURGIE

COCOONDANCE greift Entwicklungen auf, die im weitesten Sinne unsere soziale Welt verändern und formuliert sie als kulturrelevante Fragestellungen. Diese, oft als ohnmächtig und stark dynamisch erfahrene Entwicklungen, sollen mit dem Medium des Theaters, seiner Sinnlichkeit und Poesie, auf der Ebene des Individuums und des Körpers begreifbar werden. Das Theater gewinnt seine Bedeutung nicht mehr als "moralische", jedoch als "sinnliche Anstalt", um diese Entwicklungen in einem ersten Schritt überhaupt "erfahrbar" und in einem zweiten Schritt in ihrem Wesen und Auswirkungen diskussionsfähig zu machen. Jenseits aller "political correctness" bieten die Produktionen von COCOONDANCE Raum für die Fantasien und Projektionen des Zuschauers, verwickeln ihn in ein sinnlich ironisches Spiel der Vorstellung und des Traumes. Die Ästhetik der Stücke zitiert die, vom heutigen Publikum als selbstverständlich empfundene, Popkultur und lässt die aufgeworfenen Fragen als Mythologien des Alltags, als Träume und Alb-Träume des modernen Lebens aufleben. Die Arbeiten von COCOONDANCE thematisieren die Suche nach Subjektivität und Identität, spielen mit den Facetten des Ichs, der Selbstwahrnehmung und der Fremdorientierung, dem Wechselhaften, dem Nichteindeutigen.

 

 

// TERMINE
März 2006

> WHAT THINK EYE

Theatre Interface, Sion (CH)

> FOOL FOR YOU

Les Halles, Sierre (CH)

Projekt 2006

IRON MAN (Arbeitstitel)

Uraufführung April 2006