3 Performer, 1 Techniker, 1 DJ

Bühne: 10 m x 10 m

Aufführungsdauer: ca. 0:45 h

 

Premiere: 07.04.2016

 

In Koproduktion mit: Theater im Ballsaal Bonn, Malévoz Quartier Culturel, Théâtre du Crochetan Monthey (CH)

 

Gefördert durch:  Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn, Théâtre-ProVS, Le Conseil de la Culture Etat du Valais, La Loterie Romande.

 

Mit (aktuelle Besetzung):

Álvaro Esteban, Werner Nigg, András Déri/ Daniel Morales/ Andi Xhuma 

Von (Originalbesetzung):

Álvaro Esteban, Werner Nigg, Andi Xhuma

Choreograpfie: Rafaële Giovanola

Komposition/ DJing:  Franco Mento

Licht, Raum: Marc Brodeur

Parkour Workshop: Frédéric Voeffray Choreografische Assistenz: Fa-Hsuan Chen Dramaturgie: Rainald Endraß

Management: Mechtild Tellmann

Fotos: Klaus Fröhlich

Videotrailer: Michael Maurissens/ Carré Blanc Productions

ÜBER DAS STÜCK

 

MOMENTUM verbindet Tänzer und Zuschauer, über den Bewegungssinn spürbar in einem gemeinsamen Raum. Tänzer wie Zuschauer nehmen die sich steigernde Energie, ebenso wie die zunehmende Erschöpfung auf und lassen sie zum konstituierenden Moment der Inszenierung werden. MOMENTUM untersucht die Verbindungen, Gemeinsamkeiten und Schwellenbereiche von Bewegung und Bewegtheit.

 

Nominierung "Tänzer des Jahres" in der Kritikerumfrage des Fachmagazins tanz für das  Jahrbuch 2018 von Dorion Weickmann

(Süddeutsche Zeitung): „Álvaro Esteban, Werner Nigg, András Déri auf dem ‚Momentum‘-Trip von Rafaële Giovanola für CocoonDance.“ 

  

PRESSESTIMMEN IN AUSZÜGEN

 

- TANZPLATTFORM IN DEUTSCHLAND 2018  

 

Sobald die drei Männer ihre Stimme finden und brüllen, hört das Stück auf. Noch vor der Sprache, der Philosophie, der Politik. MOMENTUM von CocoonDance ist verkörperte  Physik, im Sinn von "Impuls" oder "Schwung".  Gerade so bohrt es sich auch mit dem Tanz in den „Moment“, den rohen Augenblick hinein.

(Melanie Suchy, tanz, März 2018)

 

Unisono erlag das Publikum dem Bewegungsrausch, den drei strumpfmaskierte Jungmänner in Rafaële Giovanolas MOMENTUM-Arena entfachten. …

MOMENTUM balancierte sicher auf dem schmalen Grad zwischen protofaschistischer Kraftmeierei und Sehnsucht nach dem symbiotischen Eintauchen ins Kollektiv: ein dionysischer Akt unter Beimischung apollinischer Ingredienzen, aufgeladen mit maskulinen Mythen. (Dorion Weickmann, Süddeutsche Zeitung, 19.03.2018)

 

… ein intensives kinästhetisches Ereignis, das zwischen den Tänzern und Zuschauern vibriert. (Anna Wieczorek, tanznetz.de, 18.03.2018)

 

MOMENTUM ist eine hochenergetische, mitreißende Performance. (Honke Rambow, uhrbarone.de, 16.03.2018)

 

Pures Adrenalin. Pure Sinnlichkeit. (Nina Blau, sotobosque.uy, 23.10.2017)

 

Cocoon erinnert uns daran, dass zuerst die Bewegung war und dann der Mensch. (Thomas Linden, Kölnische Rundschau 27.06.2017)

 

… eine fulminante Produktion, die zeigt, zu welch sinnlichen Überraschungen der moderne Tanz fähig ist. (Thomas Linden, choices.de, 26.05.2017)

 

Das Stück ... entwickelt einen seltsamen Sog - wie ein gut gemachter Actionfilm, also richtiges Spektakel. (Klas Libuda, Rheinische Post, 06.05.2017)

 

Die drei Tänzer sind mal Körper, mal Raum. Sie fluten und schweben in allen Richtungen.  (Heinz-Dieter Terschüren, Bonner Rundschau, 16.04.2016)

 

Ein bemerkenswertes Stück über die unmögliche Sehnsucht nach dem Einssein, dessen offenes Ende die Gefahr des Mitnickens erahnen lässt. (Melanie Suchy, Kölner Stadtanzeiger, 12.04.2016)

 

… eine virtuose Etüde über Bewegung und Wahrnehmung von Bewegung, die intelligent und sinnlich mit der komplexen Beziehung zwischen Tänzern und Zuschauern spielt. (Bernhard Hartmann, General-Anzeiger, Bonn, 09.04.2016)

 

… das ist das Großartige und sehr Zeitgemäße an MOMENTUM, beides: die Lust, in dem Moment, in dem blinden Beat, in dem Tanz, in der Menge rückhaltlos aufzugehen; und das Schreckliche, die Sucht, das Aufgeputschte, das Pushen, die Affirmation. Nicht denken. Weiter, weiter, weiter! (Melanie Suchy, tanzwebkoeln, 07.04.2016)

 

In MOMENTUM wird jeder Augenblick kräftezehrend zelebriert – das wirkt in seiner körperlichen Intensität teilweise skurril, aber auch nahezu unverfälscht. (Kira von der Brelie, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 27.02.2018)

 

Wenn sich der Klang im Raum mit dem Herzschlag verbindet; wenn der Blick auf die schwingenden Tänzer, die eigen Körperspannung verändert; wenn sich der virtuose Tanz aus dem Becken als Zentrum vom Boden in die Luft hebt und das Publikum mitreißt. So entsteht Resonanz, die in der sinnlichen Erfahrung weiter schwingt. (Nora Abdel Rahman, Mannheimer Morgen, 29.05.2018)

 

Das Publikum zeigt sich begeistert und applaudiert johlend und lange einem intensiven, kräftezehrenden Entwicklungsakt, der den Menschen in seiner Bewegung zum aufrechten Gang, ja, zum Tanz bringt. Entstanden sind dabei rauschhafte Bilder, die den Zuschauern noch lange im Kopf bleiben. (Michael S. Zerban, O-Ton, Kulturmagazin, o-ton.online, 20.07.2018)

 

... nach diesem vierzigminütigen Rausch sind wir hellwach statt ermüdet. Der Sog, den Musik und Tanz entfacht haben, lässt uns eins werden mit der Musik und der Bewegung. (Dietmar Zimmermann, theaterpur.net, 21.087.2018)

 

MOMENTUM ist ein tolles und unkonventionelles Stück, das, typisch für die experimentellen Produktionen von Rafaële Giovanola und Dramaturg Rainald Endraß, den Gründern der Bonner Cocoondance Company, neue Denk- und Bewegungsräume eröffnete. Und dabei eine besondere Verbindung zwischen Tänzern und Publikum schuf.  (Yvonne Thyen, Westfalen-Blatt, 27.07.2019)