PROJEKT IN PLANUNG

 

6 Performer, 1 Techniker 

Raum: 12 m x 12 m

Aufführungsdauer: ca. 1:00 h

  

In Koproduktion mit: Théâtre du Crochetan Monthey, Theater im Ballsaal Bonn,

Ringlokschuppen Ruhr Mülheim

 

Gefördert durch: Fonds Darstellende Künste, Kunststiftung NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Darstellende Künste, Bundesstadt Bonn, Theatre-ProVS, Le Conseil de la Culture Etat du Valais, La Loterie Romande

  

Von und mit: Cristina Commisso, Álvaro Esteban, Colas Lucot, Susanne Schneider, N.N., N.N. und Recherche: James Batchelor, Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Silvia Ehnis, Mijin Kim, Manuel Kisters, Frédéric Voeffray • Choreographie: Rafaële Giovanola • Dramaturgie: Rainald Endraß • Komposition: Franco Mento • Bühne, Lightdesign: Boris Kahnert • Kostüme: Fa-Hsuan Chen/ Mathilde Grébot • Workshop Standardtanz: Yulia Lorenz, Paul Lorenz • Künstlerische Beratung: Mélisende Navarre

• Produktionsleitung: Lena Peters

• Management: Mechtild Tellmann, Köln / Management Schweiz, Österreich, Frankreich: GROUNDWORKERS, Wien 

ÜBER DAS PROJEKT

 

In STANDARD setzt die CocoonDance company sich mit dem Gesellschaftstanz, wie mit einer noch unbekannten Bewegungsform auseinander. Gesellschaftstanz, in Form der Standardtänze werden als umfassendes Körperkonzept aufgefasst und mittels der von CocoonDance seit 2017 entwickelten Glossar-Arbeit nach dessen Essenz befragt, dekonstruiert und im Hinblick auf eine eigenständige neue Bewegungsform und Körperlichkeit transformiert. Insbesondere der Paartanz, wo die Partner unauflöslich durch Körperkontakt miteinander, als ‚einem Körper mit vier Füssen‘ verbunden sind, steht im Fokus. Der, auf solche Weise erzeugte Kunstkörper, ermöglicht tradierte Körperbilder ebenso, wie die soziale Konstruktion von Körper und Geschlecht bewusst zu machen und infrage zu stellen.

 

Die physische Begegnung mit fremden Bewegungsformen und der Austausch mit ‚anderen`, nicht-akademisch trainierten Tänzer-Körpern haben bei Rafaële Giovanola und ihrem Ensemble schon bei den Recherchen zu MOMENTUM, VIS MOTRIX und HYBRIDITY ein erweitertes Verständnis von Körper und Bewegung bewirkt. Insbesondere das bis hin zum Leistungssport ins letzte Detail ausdifferenzierte, höchst artifizielle, über Jahrhunderte gereifte und doch dynamisch variierte Feld des Gesellschaftstanzes, mit seinen zahlreichen Implikationen zu Gattung und ethnischer Identität, Geschlecht und Habitus bietet sich im Austausch mit neuen Gruppierungen zur Recherche, ebenso wie für die Entwicklung der auf mehrere Jahre angelegten Glossar-Arbeit an.