4 Performer, 1 Techniker

Bühne: 12 m x 12 m

Aufführungsdauer: ca. 0:45 h

 

Premiere: 02.03.2018, Bonn

 

In Kooperation mit: Théâtre du Crochetan Monthey, Malévoz Quartier Culturel,  Ringlokschuppen Ruhr Mülheim, Theater im Ballsaal Bonn

 

Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn

und im Rahmen des TRIENNALE- Residenzprogramms: Théâtre-ProVS, Le Conseil de la Culture Etat du Valais, La Loterie Romande

 

Mit (Aktuelle Besetzung): Fa-Hsuan Chen/ Martina De Dominicis/ Tanja Marín Friðjónsdóttir/ Anna Kempin/ Susanne Schneider/ Marie Viennot

Von (Originalbesetzung): Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Tanja Marín Friðjónsdóttir, Susanne Schneider

Choreograpfie: Rafaële Giovanola

Komposition:  Franco Mento

Lichtdesign, Raum: Gregor Glogowski

Kostüme: CocoonDance 

Kostümberatung: Mathilde Grebot

Dramaturgie: Rainald Endraß

Management: Mechtild Tellmann

Fotos: Klaus Fröhlich

Videotrailer: Michael Maurissens

 

ÜBER DAS STÜCK 

 

Mit der Produktion VIS MOTRIX erschafft die CocoonDance company genauso bizarre wie faszinierende Wesen. Wie aus einer anderen Welt bewegen sie sich durch den Raum, werden zu einem Organismus aus Mensch und Maschine und erzeugen einen hypnotischen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Was ist die bewegende Kraft, die Seele (vis motrix), der Bewegungen dieser Hybridwesen?

CocoonDance setzt mit der Produktion die Suche nach dem noch ‚ungedachten‘ Körper fort: Transhumanismus als traumatischer Tanzreigen, der unser Unbewusstes nicht unberührt lässt.  

 

- Nominiert als Aufführung des Jahres in der Kritikerumfrage des Fachmagazins tanz 2019 von Bettina Trouwborst (Westdeutsche Zeitung): VIS MOTRIX von CocoonDance, Bonn: ein Werk von hypnotischer Bewegungsintelligenz. -

 

PRESSESTIMMEN IN AUSZÜGEN 

  

… diese Körper hier erscheinen fremd. Fremd in der Form, fremd in der Bewegung, fremd im Outfit. Sie wirken wie Wesen aus einer anderen Welt. Nicht Mensch, nicht Tier, nicht Maschine – und doch von allem etwas: Mischwesen, wie sich in ihren Bewegungen zeigt. … Es sind vor allem die Tänzerinnen, die der hybriden Choreografie von Rafaële Giovanola – oszillierend zwischen Mensch und Tier – mit ihrer starken Präsenz den Rücken stärken. (Klaus Keil, tanzweb.org, 04. 03.2018)

 

Die Darstellerinnen bleiben bis zum Schluss in einer Position, die den Rücken dem Boden zukehrt und das Gesicht zur Bühnendecke richtet.  … Sie gleiten wie Insekten über den Boden, wenden sich blitzartig um 180 Grad, lassen Gliedmaße zuckend hervorschnellen und erzeugen damit einen Ausdruck, der für den Wahrnehmenden seltsam zwischen biologischem Organismus und Mechanismus changiert. Was überaus faszinierend wirkt. (Bernhard Hartmann, General-Anzeiger Bonn, 05.03.2018)

 

Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Tanja Marin Friðjónsdóttir und Susanne Schneider gestalten diese Art von „Tanz“ ganz intensiv, schier perfekt, fließend und mit einem bewundernswerten Gefühl fürs Timing! (Jürgen Bieler, Bonner Rundschau, 08.03.2018)

 

Reine Bewegung lässt sich nicht sichtbar machen, aber wir erahnen ihre ebenso zauberhafte wie mechanische Wirkung im Innern alles Lebenden. …

Rafaële Giovanola bietet ihrem Publikum dabei einen Blick auf den weiblichen Körper, wie man ihn noch nie gesehen hat. Allein für diesen visuellen Geniestreich verdient diese Produktion Beachtung. … CocoonDance zeigt, wie unterhaltsam eine Produktion sein kann, die mit strengem Formalismus entwickelt wird und mit mathemati-schem Kalkül die Kombinationen von vier Körpern im Raum durchspielt. (Thomas Linden, Kölnische Rundschau, 20.03.2018)

 

Sie erscheinen wie hybride Wesen zwischen Mensch, Tier und Maschine. Im Licht von Gregor Glogowski entsteht aus ihren Leibern und Schatten eine filigrane Kalligrafie, deren Zeichen jedoch nicht entschlüsselbar sind. Die extreme Körperspannung geht dabei an die Grenzen des physisch Möglichen. Die Tänzerinnen meistern die Herausforderung bravourös. (Elisabeth Einecke-Klövekorn, kultur Nr. 145/ März 2018)

 

Wie vorher „Momentum“, das im März durch die Einladung  zur Tanzplattform Deutschland  in Essen geadelt wurde, betreibt auch VIS MOTRIX das Entpersönlichen, ohne altmodische Roboter zu mimen. Es gräbt eine ungewohnte, seelenlose menschliche Komponente aus den Tänzerinnen und ihrem Miteinander, die futuristisch gemeint ist und etwas seltsam Magisches hat: eine alterslose Kraft. (Melanie Suchy, Stadtrevue Kölnmagazin, 4/2018) 

 

Hybride geheimnisvolle Wesen, die sich fremdartig bewegen; fremd, doch keineswegs bedrohlich. … Das Publikum spürt, was für eine enorme Anstrengung die stets den Rücken zum Boden ausgerichteten Moves den vier Tänzerinnen abverlangt. Allein das Zuschauen ist körperlich anspannend. Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Tanja Marin Fridjonsdottir und Susanne Schneider vollbringen in VIS MOTRIX einen herausragenden künstlerischen und körperlichen Kraftakt. (Sandra Prüfer, bonnections.de, 13.04.2018)

 

Wer das Gastspiel des Bonner Tanzensembles CocoonDance  im Rahmen des Tanz-Festivals MOVE! in der Fabrik Heeder gesehen hat, verlässt den Saal fasziniert und entrückt. Fasziniert, weil man derartige auf der Tanzbühne selten sieht. Entrückt, weil die jüngste Produktion VIS MOTRIX aus der Hand von Choreografin Rafaële Giovanola einen hypnotischen Sog entfaltet ... . (Bettina Trouwborst, Westdeutsche Zeitung, 12.11.2018)