JUNIOR COMPANY

LOOK AT ME (2015)

 

LOOK AT ME! verbindet zwei Ensembles miteinander, die wie selbst-verständlich immer weiter zusammenwachsen. So probten die Mitglieder der Junior Company ihr drittes Premierenprojekt von Anfang an immer wieder gemeinsam mit den Tänzern von CocoonDance, entwickelten gleichzeitig und parallel mit den Profis ihr eigenes Stück mit den gleichen Themen. Spannend also an diesen Doppelabenden zu sehen, zu welch unterschiedlichen Ergebnissen die beiden Ensembles bei ähnlichen Vorgaben, wie Themen und Raum kommen. Anders aber als bei der Bearbeitung des Orpheus-Mythos durch die „Mutter-Compagnie“ schlägt bei der Junior Company immer wieder eine unbändige Spiellust und Tanzwut durch: LOOK AT ME! Dem Alter und Interessen des jungen Ensembles entsprechend wechseln die Szenen von Verlust und Erinnerung immer wieder unvermittelt und ungestüm in das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, gesehen-werden-wollen, in die Lust sich-zu-zeigen, kurz darüber, was es diesem jungen Ensemble schon aus persönlicher Erfahrung bedeutet auf der Bühne zu sein.

 

Seit der Antike erfährt der Mythos von Orpheus und Eurydike durch alle Zeiten und Genres hindurch zahlreiche Variationen und Adaptionen. Zur Erinnerung: Der antike Orpheus war ein Sänger, der seine ganze Umgebung mit seiner Musik betören konnte. Als er den Tod seiner geliebten Eurydike nicht akzeptieren kann, dringt er mit Hilfe seines Gesangs bis in die Unterwelt vor, um die Verstorbene zurück ins Leben zu holen. Er darf Eurydike schließlich mit sich nehmen, doch nur unter der Bedingung, dass er ihr vorausgeht und sich unter keinen Umständen umdreht. Orpheus verstößt gegen das von den Göttern der Unterwelt verhängte Blickverbot und verliert Eurydike für immer. Seine Trauer mündet in Gesänge, die ihn als Künstler unsterblich machen.

 

Pressestimmen

 

„Seit ihrem Debüt Ende Januar 2013 in den Kammerspielen mit "They Might be Giants" hat sich die Junior Company Bonn unter der Leitung der renommierten Bonner Tanz-Compagnie "CocoonDance" deutlich weiterentwickelt. … Die junge Truppe (zwischen acht und 18 Jahren alt) erzählt in der Choreografie von Rafaële Giovanola und Marcelo Omine nicht die traurige Geschichte nach, sondern stellt ihr eine ganz eigene spielerische Bewegungsfreude entgegen. Zur Musik von Jörg Ritzenhoff mischen sich in ihre energiegeladenen Show-Passagen mit koketten Charleston-Anklängen immer wieder kurze Momente des Innehaltens. Energisch behaupten sich die Kleineren im Wirbel der Körper, während die Größeren die pubertäre Angst vor der Leiblichkeit, erste Liebesversuche, Misserfolge und Einsamkeit aufscheinen lassen. In emotional berührenden Solos, Duetten und Ensemble-Szenen prallen Zärtlichkeit und Wut in einem originellen Bewegungsvokabular aufeinander.“ (General-Anzeiger, Bonn, 12.05.2015)

 

„In ihre energiegeladenen Show-Passagen mit koketten Charleston-Anklängen mischen sich immer wieder kurze Momente des Innehaltens. Als ob plötzlich die Erinnerung an Verlusterfahrungen die ungestüme Tanzlust durchbräche. Energisch behaupten sich die Kleineren im Wirbel der Körper, während die Größeren die pubertäre Angst vor ersten Liebesversuchen, Misserfolgen und Einsamkeit aufscheinen lassen. In emotional berührenden Solos, Duetten und Ensemble-Szenen prallen Zärtlichkeit und Wut in einem höchst originellen Bewegungsvokabular aufeinander. Sie wollen selbstverständlich das tänzerisch Erarbeitete zeigen, aber auch ihre Reflektionen über die virtuelle Sichtbarkeit und die Verspiegelung der Wirklichkeit. Sie möchten gesehen werden und eigenwillig künstlerische Perspektiven mit frischer Sinnlichkeit erkunden.“ (kultur, Nr. 117, Juni 2015)

 

 

THEY MIGHT BE GIANTS sind: Anna Sow, Anna Nowak, Ana Tamblyn, Carolin Tinneberg, Colin Tamblyn, Elias Hörning, Emma Hoernemann, Felix Pohl, Fiete Wasmuth, Jack Schuman, Jan Lukas Knecht, Johanna Riedel, Jonas Schuman, Joshua Sikaala, Leander Heinisch, Lily Mae Rothstein, Linn Leimbach, Lisa Hoffmann, Lucy Hooge, Mairin Pakleppa, Marco Pfister, Maris Pauka, Marja Riekenbrauck, Marta Cavaliere, Maya Krieg, Meret Riekenbrauck, Pauline Dicks, Pia Löbbecke, Rosanna Rosenfeld, Sophie Sabour, Steen Jensen, Victor Pohl, Zunnoon Schleyer.

 

Choreografie, Regie: Rafaële Giovanola, Marcelo Omine // Musik Jörg Ritzenhoff // Kostüme Annika Ley // Lichtgestaltung Sirko Lamprecht // Assistenz Fa-Hsuan Chen, Werner Nigg // Coaching: Dennis Alamanos, Fa-Hsuan Chen, Álvaro Esteban, Tanja Marín Friðjónsdóttir, Werner Nigg, Susanne Schneider// Fotos Klaus Fröhlich // Grafik Rolf Bartsch

               

 

In Kooperation mit dem Theater der Bundesstadt Bonn. 

 

Gefördert durch: Bundesstadt Bonn, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, RheinEnergieStiftung Kultur.

 

Termine und Aufführungen

 

28.02.2015, Theater im Ballsaal

Showing

 

10.03.2015, THE SPACE, Ludwig Forum Aachen

Im Rahmen des Festivals schrit_tmacher GENERATION2

Showing

 

07.05.2015, Theater im Ballsaal

Premiere

 

08.05.2015, 11:00, Theater im Ballsaal

Schulaufführung

 

08.05.2015, 18:00, Theater im Ballsaal

 

09.05.2015, Theater im Ballsaal

 

07.06.2015, World Conference Center Bonn

Eröffnung WCCB

 

26.06.2015, Halle Beuel, Theater Bonn

27.06.2015, Halle Beuel, Theater Bonn

 

04.12.2015, Theater im Ballsaal

05.12.2016, Theater im Ballsaal

Doppelabend mit WHAT ABOUT ORFEO?

 

17.12.2015, PACT Zollverein Essen

Ausschnitte im Rahmen von DYNAMO – junge tanzplattform